Segeln in Mecklenburg-Vorpommern



17.5.2008 1.Tag


Von 2:00 bis 3:00 Uhr in der Nacht sammeln sich die unerschrockenen Helden der See Wolfgang, Joseph, Jörg, Werner und Martin und ab geht’s auf die Autobahn gen Osten. Nach einem Steh-Frühstück zwischen Celle und Uelzen, einem kurzen Kulturtrip über den Schlossplatz in Ludwigslust, Einkaufen bei einem ALDI am Wegesrand gegen 10:45 Uhr Ankunft bei „SunSailing“ in Klink.

Wetter: heiter bis wolkig, Wind 2-3

Übernahme der beiden Friendship 22 „Nina“ und „Pinta“. Die „Nina“ wird als Küchenschiff mit Joseph und Jörg als Mannschaft ausgewählt. Die Vorräte werden dort gebunkert. Die „Pinta“ mit Martin, Werner und Wolfgang wird zum Salonschiff.

Um 13:30 Uhr geht’s dann zum ersten Kurztörn Richtung Waren. Aber schon wechselt dass Wetter: strömender Regen, auffrischender Wind. Nass und kalt geht’s zurück zum Hafen und nach kaltem Essen und dem vergeblichen Versuch noch ein 5L-Bierfächen zu vernichten, geht’s mit dem Wetterbericht und angekündigten Nachttemperaturen von 2-4°C incl. örtlichen Nachtfrösten doch früh in den Schlafsack.

18.5.2008 2.Tag

Wetter: Bewölkt bei Windstärken von 2-3 aus NO, Temperaturen bis 15 °C

Frühstück auf der „Nina“ und um 10:00 Auslaufen zur Müritz-Mittentonne. Dort soll über den weiteren Kurs entschieden werden. Kaum draußen erscheint über Waren eine tiefschwarze Wetterwand. Wir segeln Richtung Süden vor diesem Anblick auf der Flucht. An der Mittentonne erwischt es uns binnen Minuten. Zwar kein Regen, aber Wind von 6 in Böen 7-8. Also Reffs rein und gegen den Wind zurückgekämpft Richtung Hafen. Nach 1 Stunde ist es vorbei, dass wir am späten Nachmittag bei Sonne wieder in Klink im Hafen liegen und vor dem Bootshaus unser Abendessen grillen können. Der nächste Versuch mit einem 5l-Fässchen klappt.

19.5.2008 3.Tag

Wettervorhersage: Heiter bis wolkig, bis 17 °C, bei 2-3 Windstärken aus NO

Auslaufen Richtung Röbel aber statt der vorhergesagten Windstärken Flaute. Also „Parken“ in der Nähe der Mittentonne, gemütliches Kaffetrinken und die Eröffnung der Freibadesaison durch Martin und Jörg miterleben. Brrr.... bei 15 °C Wassertemperatur. Auf der Schleichfahrt zurück streikt bei der Hafeneinfahrt der Motor auf der „Nina“ und sie kommt auf „Socken“ mit intensivem Paddeln in die Box. Anschließend gibt’s Pilzspaghetti mit Rotwein und den Austausch des Motors durch Marc (SunSailing-Betreuer).

20.5.2008 4.Tag

Das Wetter wird besser. Heiter bis wolkig bei NO 2-3.

Heute soll der Räucherfisch-Geheimtip von Marc ersegelt werden. Also geht es Richtung Waren und dann in den Elde-Kanal. Der Mast wird mit dem „Patentsystem“ auf der Nina mit der Besatzung Jörg, Joseph und Wolfgang gelegt und nach der Passage des Kanals im Kölplinsee wieder aufgerichtet. Bei der Pinta mit Werner und Martin sieht es auch zunächst problemlos aus. Aber dann bricht die Steuerbord-Topwante. Der Schaden wird aber von den beiden Experten provisorisch behoben und dann Kurs auf die Fischräucherei Damerow genommen. Eine malerische aber enge Durchfahrt musste mit permanenten Augenkontakt zu den Baumwipfeln, die gelegentlich den Masten bedrohlich nahe kommen, gemeistert werden. Aber dann gabs lecker Fisch, nachdem wir kaum angelegt noch einmal die Boote an die andere Stegseite verholen mussten, um einem Ausflugsdampfer Platz zu machen. Der Fisch geräucherte Lachsforelle, Butterfisch, Aal, Forelle.....entschädigte aber wirklich für die Mühe. Also wurde auch noch fürs Abendessen vorgesorgt und dann ging es zurück. Kurz vor Klink erwischt uns dann doch noch ein Regenschauer mit einem tollen Doppelregenbogen. Da es beim Einlaufen in den Hafen schon spät war, wird von Martin „nur noch“ Fisch mit Pfefferminztee als Belohnung für den aufregenden Tag serviert und ab ins Bett.

21.5.2008 5.Tag

Das Wetter hat endgültig ein Einsehen: Heiter bei NO 2-3 und 18°C

Während des Frühstücks auf der Nina ist Marc auf der Pinta aktiv und bringt die beschädigte Wante auf Vordermann und der zweite Versuch Richtung Röbel beginnt. Halber Wind in ausreichender Stärke und schon legen wir zum Mittagessen im kleinen Ort Röbel an. Da die kostenfreie Parkdauer am Steg auf eine Stunde begrenzt ist, gibt es nach einer kurzen „Stadtbesichtung“ was.... natürlich Fisch. Kreuzen Richtung Norden folgt bis Waren. Da dort die Vorbereitungen der Müritz-Sailing im vollen Gange sind, keinerlei Liegemöglichkeit zur Stadtbesichtigung. Also zurück Richtung Klink. Unterwegs werden auf der Nina mit Möhrenschnibbeln das Abendessen vorbereitet. Kein Fisch, sondern Risotto + Möhren + Landjäger + Parmesankäse + Bier. Die Leerung der 5l-Fässer machen inzwischen keine Probleme mehr und danach kann man sooo gut schlafen.

22.5.2008 6.Tag

Das Wetter ist stabil schön und segeltauglich. Daher wird heute der Südzipfel Rechlin angepeilt. Nach Umrundung der Einfahrtstonne der Entschluss: Wir suchen uns eine Stelle zum Ankern und relaxen bei Kaffe und Kuchen vor dem Bolten Kanal. Gondel gemütlich zurück, um beim Abschlussgrillen vor Bootshaus auch das letzte Fass zu leeren.

23.5.2008 7.Tag

Wetter weiterhin optimal. Darum kurzes Frühstück am Hafenkiosk um jede Sekunde zum zum Segeln zu nutzen. Also muss der Vermieter bis 14:00 Uhr um seine Boote zittern. Dabei machen Joseph, Werner und Jörg auf der Nina doch nur ein Zeitfahren von Tonne zu Tonne. Martin und Wolfgang auf der Pinta lassen die Tour gemütlich mit großen Schlägen ausklingen. So gegen 15:00 Uhr werden blitzblanke Boote ohne Beanstandungen zurückgegeben. Ein letzter Zwischenstopp auf der Heimfahrt in Alt-Schwerin mit Fischessen und Fisch für zu Hause bunkern und die Müritz liegt endgültig hinter uns.



Fast genau nach 168 Stunden sind alle wieder wohlbehalten zu Hause eingetroffen.



Fazit: Tolle Tour und unbedingt wiederholungsbedürftig auch durchaus mit noch einer Bootsbesatzung in einem dritten Boot.





Euer Wolfgang und die ganze Mannschaft


























Weitere Infos und Bilder in Originalauflösung gibt es bei Sabine Furch (02161/551803).